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Wünsche…..
Wünsche und Träume liegen ganz nah beieinander.
Meine Familie und Freunde meinen immer: „Mensch, du träumst dein ganzes Leben lang.“ In Verbindung damit fällt ständig das Wort Geld, weil man ja von Träumereien nichts verdient. Weihnachten ist so eine heikle Zeit. Denn sie macht nachdenklich und im Gegensatz zu dem, was der Pastor in der Kirche sagte, dass sie besinnlich sei, ist sie doch meist sehr stressig.
Träumen tu ich tatsächlich sehr viel, denn ohne Träume, finde ich, sind wir doch einfach wandelnde Hüllen. Es ist doch normal und richtig, dass wir Träume haben und uns in Folge dessen auch etwas wünschen…. Es stimmt, ich bin eine totale Träumerin und ich glaube auch daran, dass einige dieser Träume vielleicht Wirklichkeit werden, es hört sich völlig kindisch an, aber hey, da sagen sowieso alle, das wäre ich auch. Aber ist das denn so falsch? Ich kann behaupten, dass ich mir definitiv wünsche, dass das immer so bleibt, dass ich immer so bleibe was das angeht(ok, natürlich auch, dass sich die Träume und Wünsche ändern, weil sich vielleicht schon welche erfüllt haben :D). Ist es denn nicht schön innerlich ein Kind zu bleiben und andere damit anzustecken? 🙂 Ich will jedenfalls nicht jeden Tag den selben Alltag durchmachen und dann totmüde ins Bett fallen, um am nächsten Tag wieder das gleiche zu tun. Ich will was erleben, meine Träume wahr werden lassen und meine Wünsche nie aus den Augen verlieren.
Wünsche in der Weihnachtszeit verbinden alle mit Geld. Es muss alles eingekauft werden, Figur, Essen und Schleifchen müssen sitzen usw. Ich selber tendiere auch zum totalen Stress, denn ich mache ständig alles auf den letzten Drucker, weil mir dauernd Dinge dazwischen kommen, und der Witz daran ist, dass ich meist nicht einmal daran schuld bin. Zum Beispiel sowas wie, der Drucker funktioniert auf den letzten Drucker nicht mehr. Jaja ich weiß blöder Wortwitz. Könnt ihr euch einen Menschen vorstellen, der verträumt und chaotisch ist? Tja, da bin ich. Aber zurück zum Thema: Was mich super traurig macht, ist, dass der eigentliche Grundgedanke von Weihnachten völlig auf der Strecke bleibt. Selbst bei den Geschenken: Es gibt so viele, die sich nicht wirklich Gedanken darum machen und Gutscheine kaufen, am besten ganz doll teuer. Teure Geschenke, groß, schrill, bunt, auffallend. Zuletzt hörte ich einen Vater zu seiner Frau sagen: „Ne, das ist zu klein, ist doch peinlich, wenn er später sowas den anderen Kindern zeigt.“ Und die Mutter erwiderte: „Du hast Recht, und man sieht, dass es nicht gerade teuer war.“ Dass der ältere Bruder sagte: „Aber das hat er sich doch gewünscht.“ wurde nicht einmal angehört.Traurig wie ich finde. Ich persönlich liebe Geschenke, bei denen sich die Person Gedanken gemacht hat, eine selbst gebastelte Karte, ein Bild, eine Collage, sowas. Dieses Jahr habe ich meine einzige Cousine hier in Deutschland verloren. Sie ist völlig unerwartet verstorben und somit ist mir viel wichtiger, mit wem ich noch am Weihnachtstisch sitze, denn von Jahr zu Jahr werden es weniger. Was ist aus dem schönen in Schlabbersachen Beisammensitzen und Filme schauen, lachen und quatschen geworden? Natürlich wünscht sich jeder vllt einen Fernseher, ein Buch, was weiß ich. Doch was ich mir wirklich wünsche, ist, dass ich nächstes Jahr am Weihnachtsfest noch mit den selben Menschen wie dieses Jahr, das Weihnachtsfest verbringen darf. 🙂

Autor*in: Gedankenschwärmerin

Mein Name ist Melly und ich bin 23 Jahre alt. Ursprünglich bin ich durch meine Depressionen, vor allem durch starkes Mobbing ausgelöst, in die Selbsthilfe gekommen. Therapieplätze sind rar und zeitmäßig selten. Alle ein bis drei Monate eine Sitzung bringen reichlich wenig, vor allem wenn man erstmal zwei Jahre auf einen Platz warten muss. Hätte ich damals gewusst, dass es Selbsthilfegruppen gibt, wäre ich sofort beigetreten, daher ist es mir so wichtig, dass mehr Menschen erfahren, dass es sowas gibt und man sich einfach und kostenlos Hilfe suchen kann. Damals bin ich in eine Erwachsenengruppe gekommen. Hier in der Umgebung war es die einzige Selbsthilfegruppe für Depressionen. Da ich mit großem Abstand die jüngste war, kam schnell die Idee eine eigene Selbsthilfegruppe für junge Menschen zu gründen. Sie richtet sich an Menschen mit Depressionen, Ängsten, Mobbing und Schlafstörungen. Nun wurde bei mir noch die Krankheit RGS festgestellt, eine Nervenkrankheit, bei der es weder eine richtige Behandlung noch Heilung gibt, denn die Erkrankung betrifft extrem wenige und es gibt absolut keine Forschungen dazu. Dazu werdet ihr noch einen ausführlichen Beitrag lesen, denn diese Krankheit ist auch noch ein absolutes Tabuthema. Dadurch ist die Selbsthilfe für mich noch wichtiger geworden. Mit Menschen zu sprechen, denen es ähnlich geht, tut gut. Man fühlt sich verstanden und nicht allein. Abgesehen davon beschäftige ich mich mit Therapiebegleitung durch Tiere. Denn für die Tierliebhaber unter uns: Tiere sind eine große Hilfe und in manchen Lebenslagen unerlässlich. Meist kommt der Hund als Therapiehilfe zum Einsatz, manchmal auch Pferd oder Katze. Interessant wird es, wenn man mit Menschen spricht, die Schweine, Ziegen, Esel oder Kühe als tiergestützte Therapie ausbilden und einsetzen. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen! 🙂

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