Gastbeitrag von: Gedankensammlerin

In einer Welt in der vieles so selbstverständlich scheint,
sollte Inklusion kein Wort mehr für uns sein.
Wörter wie Inklusion, Behinderung, Wohneinrichtung, Werkstätten
und viele mehr sollten keinen Platz im Duden finden.
Worte wie diese sollten nicht zu unserem Sprachgebrauch gehören
denn Worte wie diese sind Synonyme für Ausgrenzung, Anderssein und Fremdbestimmung. Diese institutionellen Vorgaben sind vielleicht schöne Ideen, aber haben nichts mit der Realität und einem Leben ohne Ausgrenzung zu tun.

In einer Welt in der vieles so selbstverständlich scheint,
sollte Behinderung kein Begriff mehr für uns sein.
Behinderung beschreibt einen körperlichen- oder psychischen Ist-Zustand, aber eigentlich beschreibt es nur das Handeln der Gesellschaft;
denn wir behindern uns im wechselseitigen Tun.

Vielfalt – ein ursprünglich so positives Wort – wird in der Gesellschaft als negativ angesehen. Bloß nicht anders sein, nur so normal wie möglich. Aber wer bestimmt was normal ist?

Wer bestimmt wann etwas oder jemand anders ist?

Innerhalb des Inklusions Gedanken wird anstelle von anders häufig das Wort besonders genannt; mit einer positiven Absicht.
Ein Unterschied besteht jedoch nicht.
Dieses kleine Wort hat so viel Macht.

Wir wollen immer alle Einzigartig sein, aber warum denken wir dann in Schubladen unterteilen Individuen in Gruppen und grenzen diese aus?
Weil sie anders sind?
In einer Welt in der so vieles selbstverständlich scheint,

sollten Du und Ich keiner Schublade zugehörig sein. In dieser Welt darfst du so sein wie du bist.

Vielleicht können wir eines Tages all diese Begriffe aus dem Duden streichen. Vielleicht geben wir eines Tages mehr Acht auf den anderen,
sind sensibel für die Worte die wir sprechen und stellen so keine Behinderung mehr für einander dar.

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Autor*in: Gastautor*in

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