Den Arbeitsplatz zu wechseln ist nicht immer ganz einfach. Verschiedene Faktoren können dabei eine Rolle spielen. Man mag vielleicht den Vorgesetzten nicht, finden jedoch die Kolleg*innen toll. Oder es ist genau umgekehrt. Man kommt mit dem Vorgesetzten erstaunlich gut klar, jedoch sind es die Kolleg*innen, die einem die Arbeit madig machen. Auch können Änderungen in Betriebsabläufen, das Fernbleiben von geliebten Stammkunden oder der Leistungsdruck eine Rolle dabei spielen, warum es an der Zeit ist, den Arbeitsplatz zu wechseln. 

Jedoch ist es nicht immer ganz einfach, die Entscheidung zu treffen, den Arbeitsplatz zu wechseln. Angst vor dem Neuen kann einem im Weg stehen. Aber auch die eigene chronische Erkrankung, die einem, System sei Dank, dazu bringt, viel zu spät die Reißleine zu ziehen. 

Was, wenn ich mit meiner Erkrankung / Behinderung in absehbarer Zeit nichts Festes finde? Was, wenn ich aufgrund dessen gemobbt werde oder auf Unverständnis treffe? All diese Fragen und noch viele weitere können dazu führen, dass man einen ungeliebten Zustand länger als nötig aushält.

Wir wollten deshalb von unseren Teilnehmenden wissen, wie sie es so handhaben. 

Folgendes haben Sie geantwortet:

Fällt es euch leicht, den Arbeitsplatz zu wechseln?

  • eher nicht, mir ist ein Arbeitsplatz den ich gut kenne und ein gutes kollegiales Miteinander total wichtig und das empfinde ich meist erst als solches, wenn ich eine gewisse Beständigkeit und Routine erlebe… wenn es dann soweit ist, fällt es mir eben auch schwer, das wieder loszulassen und von vorne anzufangen
  •  Dachte nein, aber jetzt wo ich es getan habe, denke ich, warum nicht schon früher
  • Es kommt darauf an, wenn ich es für mich selber „muss“, dann eher nicht. Wenn mich jemand etwas fragt oder spontan gemacht werden muss, ist es immer eine willkommene Abwechslung 😀 wenn ich ihn aber mal für mich gewechselt habe, merke ich auch, dass manchmal eine andere Umgebung ganz gut ist. Ging es eigentlich um die Örtlichkeit an sich oder darum, den Arbeitgeber zu wechseln?
  •  nein.
  •  Überhaupt nicht. Ich gewöhne mich zu schnell an das Bestehende, selbst wenn es nicht gut ist. Das ist dann schlecht, wenn der Job mir eigenlich überhaupt keinen Spaß macht. Jedoch kostet es mich unglaublich viel Überwindung zu wechseln, da das WEchseln Neues bedeutet und ich häufig Angst vor dem Neuen habe.
  • Ich hatte es nie nötig, meinen Arbeitsplatz zu wechseln, abgesehen von einem Minijob, in dem ich nur 3 Wochen angestellt war. Aber ich wünsche es mir für die Zukunft, abgesehen davon, ob ich genug Stellenangebote bekomme, dass ich wenn ich unglücklich mit der Arbeitsstelle bin, zu wechseln. 

(Für all diejenigen, die das erste Mal einen Beitrag aus der Reihe der Schreibgespräche lesen, sei der folgende Link empfohlen (Link). Darin wird unsere erste Erfahrung geschildert und die Methode (zum nachmachen) erklärt.)

(Das Beitragsbild wurde mithilfe der Grafikdesign-Plattform Canva erstellt)

Autor*in: Alle zusammen

Wir sind die Blogautor*innen von Lebensmutig. Wir schreiben über unsere Erfahrungen mit Selbsthilfe, über unsere Erkrankungen und Themen und über die Herausforderungen, die wir bewältigen. Manchmal diskutieren wir untereinander über Themen, die uns gerade auf den Nägeln brennen. Dann dokumentieren wir das unter diesem Profil in einem besonderen Beitrag.

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