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Das Internet ist heute nicht mehr wegzudenken. Auch nicht für Gesundheitsinformationen. Wer von uns hat nicht schon mal Dr. Google um Hilfe gefragt? So erging es auch mir nachdem ich die Diagnose Colitis ulcerosa bekommen habe. Bis dahin war mir nicht einmal bewusst was eine chronische Erkrankung überhaupt ist.

Unser Gesundheitssystem ist im weltweiten Vergleich zwar spitze, aber für stundenlange Erklärungen haben Ärzte heute keine Zeit mehr. Also ab ins Internet. Das Problem: Es ist verdammt schwierig vertrauenswürdige Informationen zu finden. Je tiefer ich die Suchergebnisse durchdrang, desto mehr vielversprechende und zugleich unseriösere Heilversprechen fand ich vor. Also suchte ich nach Personen, denen es ähnlich geht wie mir. Echten Menschen kann man schließlich doch mehr Vertrauen als Dr. Google.

Ich traf auf studiCED, ein Netzwerk für Studierende mit CED. Das Netzwerk bot nicht nur ein Forum als Diskussionsplattform, sondern auch regelmäßige Wochenend-Treffen an. Der erste Schritt in Richtung Selbsthilfe war also gemacht. Um den zweiten und dritten Schritt zu machen bedarf es etwas mehr Mut. Ein ganzes Wochenende mit fremden Menschen unterwegs zu sein ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Ich wagte diesen Schritt trotzdem. Und ich bin unendlich froh darüber!

Das „in-sich-reinfressen“ von Problemen führte bei mir regelmäßig zu Frust, Unzufriedenheit und Angst. Heute spreche ich mit Menschen offen über Probleme. Ich habe gelernt, dass Selbsthilfe besser ist als Dr. Google.

Timo

Über Timo

Ich bin 25 Jahre alt und gehe seit 9 Jahren mit einem kleinen Freund namens Colitis Ulcerosa durchs Leben. Durch den Kontakt zu anderen Menschen mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (CED) schaffe ich es, meine Erkrankung nach außen zu kehren und mich von persönlichen Sorgen und Ängsten zu befreien. Genau diese Erfahrungen möchte ich jungen Menschen mit der Diagnose CED auf dem Blog der Jungen Selbsthilfe vermitteln.

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