Rotes, treudoof guckendes Gummipferd auf Spielplatz

Im letzen Monat hatte Bossi vom Angebot der Blog-Gruppe beim letzten Bundestreffen erzählt, ein virtuelles Schreibgespräch durchzuführen. Es ging darum während des Treffens gemeinsam und gleichzeitig an einem Text zu schreiben. Umgesetzt wurde das über die Anwendung cryptpad.fr. Die Anwendung wird über den Browser genutzt, so dass alle sofort sehen, was die anderen tippen, was toll ist, da man sich so auf die Sätze der anderen beziehen kann und es entsteht – ein Gespräch!

Die acht Leute, die sich dafür zusammen fanden, haben insgesamt fünf ganze Seiten Text produziert – zu verschiedenen Themen. Die Ergebnisse möchten wir euch gerne zeigen und veröffentlichen daher jetzt in Absprache mit den Autor*innen regelmäßig einzelne Teile davon. Hier kommen jetzt die Gedanken der Teilnehmenden zum Satz „Durch die Coronakrise habe ich oder durch die Coronakrise bin ich…“

Auszug aus dem gemeinsamen Dokument:

  • Durch die Coronakrise habe ich / bin ich…
    • depressiv geworden
      • ich auch
      • Das positive daran: ich kann Menschen mit dieser Krankheit nun viel besser verstehen…
    • nehme ich bewusster wahr
    • weniger Kontakte
    • sehr gut durchgekommen, weil ich von Natur häufige Kontakte meide. So musste ich mir nicht erst Ausreden einfallen lassen, um mich nicht Treffen zu müssen
    • hat mir auch gut getan, da sich mein Alltag entschleunigt hat und ich viel mehr Zeit für andere Dinge gewonnen habe
    • mich mehr mit mir selbst beschäftigt
    • ein Glückstagebuch geführt, in das ich jeden Abend vor dem Schlafengehen die schönsten Momente des Tages reingeschrieben habe. Somit konnte ich mit einem positiven Gedanken einschlafen
      • Tolle idee. Ich habe das leider nie lange durchgehalten.
    • Ich habe viel über mich gelernt
    • angefangen Filmklassiker zu schauen
    • die Natur bewusster wahrgenommen: der letzte wärmende Sonnenstrahl, knirschendes Laub unter meinen Füßen der Muschelkalk, sattes Grün der Bäume
      • Ich kann mir das grade richtig gut vorstellen
    • einsamer geworden und trauriger geworden
      • Das geht mir auch so, andererseits habe ich viele tolle Wege gefunden wie die Online Selbsthilfe. Dennoch ersetzt das alles die Nähe nicht komplett. Aber es sind Dinge, wo ich mir wünsche, das weiter beizubehalten auch nach Corona, weil es mir gut tut.
    • Lernte ich erst richtig meine Familie zu genießen und zu schätzen
      • Das ist doch richtig schön
      • Ohja, Balsam für die Seele
    • Doch das Ausbremsen bringte mich in eine depressive Phase
      • Was meinst du mit ausbremsen? mit meiner SHG und meiner beruflichen Situation
      • Aha, also meinst du, glaube ich, ausbremsen im Sinne von „das Leben läuft langsamer“
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Autor*in: Alle zusammen

Wir sind die Blogautor*innen von Lebensmutig. Wir schreiben über unsere Erfahrungen mit Selbsthilfe, über unsere Erkrankungen und Themen und über die Herausforderungen, die wir bewältigen. Manchmal diskutieren wir untereinander über Themen, die uns gerade auf den Nägeln brennen. Dann dokumentieren wir das unter diesem Profil in einem besonderen Beitrag.

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