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Ich habe mich bisher gescheut selbst etwas zu schreiben,da ich zwar viel zu sagen habe, aber es mir schwerfällt das zu verschriftlichen.

Aber neues Jahr und neue Vorsätze: Also los und den Dingen in die Augen sehen, die schwierig sind oder erscheinen. Eigentlich habe ich damit nämlich schon Ende letzten Jahres begonnen und davon würde ich euch gerne erzählen. Denn für mich war das etwas, von dem ich nie gedacht hätte, dass ich es schaffen würde. Ich habe den Schritt gewagt und mich in eine neue Stadt aufgemacht. Leider waren 2018 meine Ängste so schlimm, dass ich sogar in meiner Heimatstadt Probleme hatte, alleine unterwegs zu sein oder allein zu Hause zu sein. Damit wurde meine Angst vor dem Umzug sowie die Angst vor der Angst immer größer.

Nun bin ich schon seit ca. zwei Monaten in der neuen Stadt und mal wieder war die Angst unbegründet. Seit ich hier bin, sind meine Sorgen und Ängste viel weniger geworden. Mein kleiner Gollum* möchte an dem Punkt direkt ein „bisher“ dahintersetzen, denn man weiß ja nie, was noch passiert. Aber auch das gehört zu meinen Vorsätzen, meinem Gollum klar machen, dass man sich nicht immer fragen, muss ob und wann die Angst wieder kommt, sondern einfach genießen darf, wenn es einem gut geht.

Ich versuche den Neuanfang dazu zu nutzen ungeliebte Gewohnheiten loszuwerden und neue Dinge auszuprobieren. Bisher habe ich in meiner Wohnung damit angefangen und halte besser Ordnung, habe mir ein Sportstudio gesucht und versuche offen für neue Erfahrungen und Menschen zu sein.

*Gollum ist seit langem mein Wort für meine Angst und alles was damit zu tun hat.

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Autor*in: Angsthase

Münchner Kindl, das schon ziemlich lange mit dem Thema Angst beschäftigt ist. Außer der eigenen Angstgeschichte aber auch immer wieder auf verschiedenste Weise in der Münchner Angstselbsthilfe aktiv und dadurch inzwischen ein kleiner Experte auf dem Gebiet.

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