Wir werden mit diesem Blog schon zwei Jahre. Daher wollten wir in diesem Monat mal darüber schreiben, wie sich der Blog und die Gemeinschaft der Schreibenden dahinter in dieser Zeit entwickelt hat.

Visionärin: Als wir vor zwei Jahren mit dem Blog gestartet sind, waren wir zwar ein Team, aber doch irgendwie noch nicht so wie heute.
Ich empfinde es, dass wir uns gegenseitig entstigmatiesieren konnten. Wir kennen die Stärken und auch die Schwächen von uns. Wir sind zu einer total coolen Truppe zusammen gewachsen. Auch wenn sich einige verabschiedet  oder eine länger Pause eingelegt haben.
Durch unsere monatlichen Onlinekonferenzen, haben wir immer die Möglichkeit uns gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam zu bestimmten Themen auszutauschen oder Projekte zu planen. Wir unterstützen uns aber auch abseits der Onlinekonferenzen, indem wir uns mutmachen, Freuden teilen und Erfolge feiern.
Wir sind mittlerweile mehr als nur der Lebensmutig Blog. Wir sind mittlerweile auf Instagram, Facebook und machen auch immer was mit anderen aus der Selbsthilfezene. Zum Beispiel waren wir vor kurzen zu zweit bei einem Podcast dabei. Des Weiteren haben wir durch Corona eine Deutschlandweite themenübergreifende Onlineselbsthilfegruppe ins Leben gerufen. Auch über die Onlineselbsthilfegruppe konnten wir neue Autor*innen gewinnen.
Ich wünsche uns als Blogautor*innen, dass wir weiter so miteinander umgehen können und dass immer wieder neue Autor*innen dazukommen. Vielleicht sogar Angehörige oder Profis.
Vielleicht bist auch du ja bald ein Teil von uns…..

Dickdarmlos: Ich bin da ganz nah bei unserer Visionärin. Vor 2 Jahren waren wir noch in der Findungsphase – sowohl was den Blog angeht als auch was uns als Team angeht. Ich denke, dass es „damals“ noch bei Vielen Unsicherheiten gab: Gefällt das, was ich schreibe den Lesern? Werden wir überhaupt wahrgenommen und können hiermit etwas erreichen?
Durch die regelmäßigen Videokonferenzen und die ein oder andere Möglichkeit sich persönlich zu treffen, entwickelten sich engere Verbindungen, Freundschaften und damit wichtige Stützen. Wir sind ein funktionierendes Team geworden, das jeden so annimmt, wie er ist und in aller Regel sehr offen kommuniziert – auch, wenn es mal Unstimmigkeiten gibt. Denn auch Unstimmigkeiten haben ist menschlich und ein Teil sozialer Interaktion. Es ist meiner Meinung nach keinesfalls negativ!
Kurzum: Wir sind ein buntes, offenes und toll interagierendes Team geworden und ich bin sehr zuversichtlich, dass dies so bleibt!

kopfstark: Ich bin erst seit Kurzem dabei, aber schon jetzt bin ich von der Offenheit, dem Mut und der Kollegialität aller am Blog Beteiligter begeistert. Es macht sehr viel Spaß Teil des Teams zu sein, sich auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen. Wenn wir damit dann noch anderen mit unseren Beiträgen helfen können, gibt es Gewinner auf beiden Seiten. Das macht den Blog so besonders.

HighHopesInBlueSkys: Ich kann sowohl Visionärin, Dickdarmlos als auch Kopfstark nur zustimmen, was unser Team betrifft. Auch ich bin noch nicht so lange dabei, aber unglaublich schnell und herzlich aufgenommen und als vollwertiges Mitglied integriert worden. Besonders schön an unserer Blog- und Selbsthilfegruppe finde ich es, dass jede(r) so sein darf, wie er oder sie ist, und doch durch den wertvollen Austausch ein permanenter Entwicklungsprozess stattfindet, meist ganz automatisch. Ich bin froh und dankbar Teil einer so tollen und bereichernden Gemeinschaft zu sein und hoffe, dass es so weitergeht und wir uns weiterhin auf unserem jeweiligen individuellen Weg begleiten und stützen.

Alltagsheldin: Diese ganzen tollen Menschen kennenzulernen und die eigene Geschichte mit ihnen zu teilen ist wertvoll. Einige habe ich bisher nur über den Bildschirm kennengelernt und trotzdem stehen wir uns alle sehr nah.

Giraffen-Hermann: Es ist immer wieder interessant, manchmal traurig, aber meistens ermutigend zu lesen, wie junge Menschen mit ihren Behinderungen umgehen und welche Erfahrungen sie im Alltag sammeln. Ich teile gern meine persönlichen Erfahrungen mit anderen. Die Geschichten der anderen erweitern mein Blickfeld und machen mir Mut, in dem ich sehen kann, wie sie ihr Leben mit ihren individuellen Beeinträchtigungen meistern.

Bossi: Vor knapp über einem Jahr bin ich zum Blog dazugestoßen. Ich habe zwar die Idee zur Gründung beim Bundestreffen 2017 miterlebt, konnte mir aber erst im Jahr 2019 vorstellen, mitzuschreiben. Anfänglich war meine Motivation, Methoden, die ich bei Workshops und in Selbsthilfegruppen ausprobiere, zu teilen und von positiven und negativen Erfahrungen, die ich mit den Methoden gemacht habe, zu berichten. Mit der Zeit und der Arbeit am Blog konnte ich meine Liebe zum freien Schreiben wiedergewinnen. Durch die vielen Hausarbeiten, die ich Semester um Semester schreiben muss, habe ich schon fast eine Aversion gegen das Schreiben entwickelt, so dass ich kaum noch frei von der Seele weg geschrieben habe und das, obwohl ich das eigentlich sehr gerne gemacht habe. Der Blog hat mir sehr dabei geholfen, diese unnötige und lähmende Feindschaft zum Schreiben zu überwinden. Seit einigen Monaten bin ich auch soweit, nicht nur über Methoden zu schreiben, sondern mich mit meinen Gefühlen, Erfahrungen und Erinnerungen zu öffnen und persönliche Blogbeiträge über mich zu verfassen. Maßgeblich haben unsere Online(selbsthilfe)treffen dazu beigetragen. Ich bin froh, 2019 die Entscheidung getroffen zu haben, beim Blog mitzuwirken und möchte die vielen Menschen, mit denen ich nun im regelmäßigen Austausch stehe, die Liebe zum freien Schreiben, die ich wiederentdecken konnte und den Einfluss, den die Arbeit auf meine persönliche Entwicklung hat, nicht missen.

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Autor*in: Alle zusammen

Wir sind die Blogautor*innen von Lebensmutig. Wir schreiben über unsere Erfahrungen mit Selbsthilfe, über unsere Erkrankungen und Themen und über die Herausforderungen, die wir bewältigen. Manchmal diskutieren wir untereinander über Themen, die uns gerade auf den Nägeln brennen. Dann dokumentieren wir das unter diesem Profil in einem besonderen Beitrag.

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