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Ein Jahr Lebensmutig Blog

Unser Junge Selbsthilfe Blog feiert seinen ersten Geburtstag. Am 20. November 2018 war unser Online-Start. Wie war der Anfang, was ist bisher passiert, was haben wir erreicht, wie ist es uns beim Schreiben ergangen? Hier haben ein paar von uns ihre Gedanken dazu gesammelt:

Buchstabenspielerin:
Der Anfang war sehr aufregend. Was ich für mich schrieb, stellte ich einem Publikum vor. Da war es gut, dass das Publikum langsam wächst. Aber in Zukunft wäre mehr Rückmeldung anhand von Kommentaren schön.
Trotzdem wurde schon im ersten Jahr ein Beitrag von mir in einer Zeitschrift abgedruckt. Das macht mich mächtig stolz.
Ich wurde auch selbst zum Leser. Ich fand mich selbst in anderen Texten wieder und lernte etwas über andere Krankheiten etc.
Ob wir bewegende und passende Worte finden können, war ich mir am Anfang unsicher. Wie gut kann ich das erklären? Wie sehr kann ich die Leser emotional teilhaben lassen? Nicht immer perfekt. Aber wir schaffen es super oft. Man siehe sich die genialen Zitate an, aus unseren eigenen Gedanken, unserem Erleben, unseren Blogbeiträgen.
Und noch mehr ist passiert: “Wir sind ein Wir” geworden. Hier schreiben 12 Leute nicht einfach auf derselben Seite. Wir haben uns zweimal getroffen und uns bei Problemen gegenseitig beigestanden.
Das finde ich großartig, so soll es weiter gehen.
Weiter als Community zusammenwachsen, weiter die richtigen Worte finden, Selbsthilfe vermitteln, neue Schreibende und viele Lesende finden!

Rainbow: Herzlichen Glückwunsch an uns alle, dass unser Blog schon ein Jahr alt ist – boa ist die Zeit vergangen! Als ich mit euch zusammen die Blog-Idee entwickelt habe, habe ich nicht gedacht, dass wir zusammen so poetisch sein können und zusammen so tolle Zitate aus unseren Texten herausfiltern können. Ihr seid alle so einzigartig und ich hoffe, dass wir noch ganz viele Blog-Autor*innen bekommen und dass wir zusammen die Welt weiterbewegen – dass jeder Mensch nicht allein ist, egal, in welcher Krise er steckt.
Für den Blog wünsche ich mir auch mehr Kommentare und dass wir noch mehr Menschen erreichen. Ich wünsche mir, dass wir auch weiterhin eine Blog-Gruppe bleiben und füreinander da sind!

Dickdarmlos: In dem ersten Jahr Lebensmutig Blog wurde aus bunt zusammengewürfelten jungen Menschen eine gut freundschaftliche und offene Gruppe, wo jeder für jeden ein Ohr hat – egal ob es um den Blog bzw. eigene Beiträge geht oder sonstige private Dinge. Aus unseren Gedanken und Texten hat sich eine kleine Bewegung auf dem Weg zur Aufklärung gebildet. Wir halten kein Blatt vor den Mund, lassen andere an unseren Problemen und Gefühlen teilhaben und versuchen auch Menschen aus jeglichen Bereichen wachzurütteln. Mir persönlich hat sich durch den Blog ein sinnvoller virtueller Weg geöffnet unsere Meinungen und Erfahrungen mit der Welt zu teilen.
Das Schreiben fällt neben dem Alltag nicht immer leicht, sodass es immer wieder Flauten gibt. Schreiben braucht bei mir Ruhe und Zeit – was neben Arbeit und Uni schlichtweg manchmal Mangelware ist. Dennoch möchte ich noch zahlreiche weitere Beiträge schreiben und verschiedene Themen aufgreifen. Vielleicht kommt auch irgendwann eine professionelle Sichtweise durch meinen weiteren Bildungsweg hinzu? Wir werden sehen, was die Zeit alles mit sich bringt. Ich freue mich auf jeden Fall auf viele weitere schöne Jahre mit unserer Bloggergruppe!

Mutsammlerin: Ich erinnere mich noch gut daran, wie sich beim Bundestreffen 2017 die ersten am Blog Interessierten zusammengefunden und erste Ideen ausgetauscht haben. Da das Schreiben im Gegensatz zum Sprechen meine Möglichkeit ist, mich frei und mit weniger Ängsten vor Anderen auszudrücken, war es das perfekte Projekt für mich.
Als wir damals zusammensaßen war ich sehr aufgeregt und es waren die typischen Gedanken in meinem Kopf: „Ich passe bestimmt nicht in die Gruppe rein und werde mich nie wohl fühlen.“ Im Laufe der Zeit hat sich nicht nur der Blog mit Beiträgen gefüllt, sondern – wie Buchstabenspielerin es so schön geschrieben hat – wir sind ein wir geworden! Jetzt kann ich sagen: Ich fühle mich wohl – zum ersten Mal in einer Gruppe! Das macht es für mich sehr besonders.
Und so gerne ich auch selbst schreibe, umso lieber lese ich die Beiträge der anderen Blogautor*innen. Danke euch allen für eure Offenheit und eure berührenden Beiträge!
Ich wünsche uns allen viel Mut und alles Gute, um weiterhin etwas bewegen zu können. Danke, dass ich ein Teil davon sein darf.

Trocken, clean und glücklich: Ein Jahr sind wir nun online mit dem Lebensmutig-Blog. Was soll ich sagen? Erstmal will ich uns allen dazu gratulieren und der NAKOS danke sagen, dass Sie es uns Selbsthilfeaktiven ermöglicht, gemeinsam zu bloggen. Obwohl wir aus unterschiedlichen Themengebieten kommen, stelle ich immer wieder fest, dass es doch jede Menge Schnittpunkte gibt.
2017 ist die Idee geboren, dass ein gemeinsamer Blog her soll. Im April 2018 haben wir uns dann für ein Wochenende in Berlin getroffen, gemeinsam ein Konzept erarbeitet und schon mal angefangen zu bloggen, allerdings die ersten Monate nur für uns, um mit dem Programm vertraut zu werden. Schließlich sind wir dann mit Freude im November online gegangen.
Seitdem ist einiges geschehen. Wir sind an dem gemeinsamen Bloggen gewachsen. Haben uns nun weitere zwei Mal getroffen. Beim Bundestreffen im März in Duderstadt und zum Autor*innentreffen im Oktober in Düsseldorf.
Wie überall gab/gibt es Anlaufschwierigkeiten. Ich persönlich habe bis jetzt nicht regelmäßig geschrieben, da ich immer denke, ach das ist alles nicht so wichtig, wer möchte schon was von mir lesen? Oft habe ich das Gefühl, dass es nicht wirklich viele Personen lesen, da wir wenig Kommentare von Nicht-Autor*innen bekommen. Habe mir aber vorgenommen, jetzt regelmäßiger zu schreiben.
Ich werde nur noch bis Ende 2020 mitschreiben, da ich dann altersmäßig aus dem Raster Junge Selbsthilfe endgültig falle werde. Aber ich freue mich noch auf die gemeinsame Zeit.

Hier geht’s zum Geburtstagsvideo:
www.youtube.com/user/selbsthilfenakos

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Autor*in: Alle zusammen

Wir sind die Blogautor*innen von Lebensmutig. Wir schreiben über unsere Erfahrungen mit Selbsthilfe, über unsere Erkrankungen und Themen und über die Herausforderungen, die wir bewältigen. Manchmal diskutieren wir untereinander über Themen, die uns gerade auf den Nägeln brennen. Dann dokumentieren wir das unter diesem Profil in einem besonderen Beitrag.

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