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Dieses Jahr war bei mir voller Ereignisse, Projekte, Aufgaben und Herausforderungen, aber auch Spannungen, Krisen und Konflikte. Es gab viele Höhen und Tiefen, es war eine regelrechte Berg-und-Tal-Fahrt – oder „Wellenreiten“, wie ich es gerne nennen. 🙂 Letztendlich bleibe ich auf dem Weg, es geht immer weiter nach vorne, auch wenn es sich bei TiefschlĂ€gen und (vermeintlichen) StillstĂ€nden ĂŒberhaupt nicht so anfĂŒhlt. Wie sehr habe ich mir in solchen Momenten mehr Leichtigkeit, Unbeschwertheit, Ausgeglichenheit und Ruhe gewĂŒnscht.

Letztendlich habe ich aber gelernt zu akzeptieren, dass all diese Momente und Phasen, die schönen und die guten, die einfachen und die schweren, ihren Grund, ja sogar ihre Berechtigung haben. Ich kann immer etwas lernen – ĂŒber mich, ĂŒber andere, ĂŒber das Leben.

Ein sehr großer Wunsch in diesem Jahr bezog sich auf ein besonderes Projekt mit dem ich in die berufliche SelbstĂ€ndigkeit gestartet wĂ€re. Ich hĂ€tte etwas ganz großes ĂŒbernehmen können und habe mir zwischenzeitlich nichts sehnlicher gewĂŒnscht. FĂŒr ein paar Wochen bin ich auf dieser Welle geschwommen. Und dann kam die ernĂŒchternde RealitĂ€t StĂŒck fĂŒr StĂŒck: es sollte nichts werden… Der Weg war steinig, ich habe immer wieder persönliche HĂŒrden gemeistert und bin trotzdem noch dran geblieben, weil ich immer wieder dachte: „das ist mein Wunsch, der soll in ErfĂŒllung gehen“.

Am Ende war die weiseste und stĂ€rkste Entscheidung, loszulassen. Der Wunsch war noch eine Zeit lang prĂ€sent und es tat irgendwie weh. Aber mit immer mehr Abstand konnte ich deutlich erkennen, dass alles so war, wie es sein sollte. FĂŒr das Projekt gibt es derzeit gar keinen Platz in meinem Leben, andere Dinge und private Themen sind gerade viel wichtiger. Ich brauche meine Zeit und meine Kraft fĂŒr die Gesundheit.

Es ist schön, WĂŒnsche und TrĂ€ume zu haben und noch schöner, wenn sie in ErfĂŒllung gehen. Aber manchmal begleiten sie einen auch nur fĂŒr eine Weile und dann ist die eigentliche Lernaufgabe, sie wieder loszulassen.

Leuchtende Papiersterne auf dem Weihnachtsmarkt

GedankentÀnzer

Autor*in: GedankentÀnzer

Als junger, von Depressionen betroffener Mensch engagiere ich mich seit vielen Jahren in der Selbsthilfe, weil ich der Stigmatisierung von psychischen Leiden etwas entgegen setzen und mich fĂŒr mehr Offenheit und AufklĂ€rung stark machen möchte.

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