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Relativ spontan bin ich auf einem Kurztrip im Sauerland/Rothaargebirge. Für Natur – vor allem Wälder und Gewässer – bin ich schon immer zu begeistern. Ich liebe die Natur. Die vielen Farben, die Unebenheiten und Ungleichheiten und die Ruhe. Ich bewege mich vor allem gerne in Gebieten, wo man nur wenigen Menschen begegnet und diese in aller Regel ebenso entspannt wie die Natur und ich sind. Als Großstadtmensch ist es ein wundervoller ausgleich zu all dem Trubel: Den vielen Menschen, dem Chaos und der allgemeinen „Gestressheit“ der Gesellschaft.
Gestern Abend habe ich dann eine kleine Runde um die Talsperre geplant und bat meinen Freunden, die mit Hund und Pferd hier bei einem Kurs sind, angeboten ihre Hunde mitzunehmen. Beide Hunde kennen mich gut bzw. ich kenne die Hunde gut. Aufgrund des Wetters bin ich heute nach dem Frühstück losgezogen – nur circa 10km, da ich zum Mittag wieder da sein wollte. Unterwegs war ich fasziniert von dem Wald, an dessen Rand ich nur entlang ging. Denn wenn ich einmal im Wald verschwunden bin, bin ich erstmal verschwunden. Dort kann ich Stunden herumspazieren, ohne zu bemerkten wie die Zeit vergeht. Der Wald war trotz der kalten Jahreszeit sehr bunt. Viele verschiedene leuchtende Grüntöne, moosbedeckter Boden und Bäume, dickes Unterholz aus welchen teils kleine Bächlein mit vielen vielen Verzweigungen entsprangen. Es plätscherte quer durch den Wald und die Vögel verkundeten lautstark, dass der Frühling naht. Es scheinen sehr viele verschiedene Vögel in diesem Wald zu leben und die Menschen hier scheinen sehr vogelfreundlich zu sein, sodass am Waldrand an jeder Ecke Schutz durch Vogelhäuschen gegeben war. Ich hörte viele verschiedene Vogelrufe. Einen Ruf habe ich definitiv noch nie gehört. Keine Ahnung was für ein Vogel das war. Beschreiben kann ich den Ruf aber auch nicht mehr. Gesehen hat man die Vögel jedoch kaum – was bei den vielen Versteckmöglichkeiten und der Dichte des Waldes kein Wunder ist.
Der Wald sah so verlockend aus, dass ich echt gerne hinein gegangen wäre. Daher werde ich, wenn das Wetter morgen keine Vollkatastrophe ist, morgen eine kleine Runde durch den Wald gehen. Ansonsten wird es sicher wann anders wieder eine Gelegenheit geben. Ich vermute, dass ich hier nochmal hinfahren werde und dann längere Touren mache. 10km sind für mich relativ kurz – außer des Geländer ist sehr sehr uneben. Und ich denke, dass es hier noch viel zu entdecken gibt.
Für mich ist es über die Jahre hinweg sehr wichtig geworden auf mich zu achten und mich zu fragen „Was willst du? Und was brauchst du eigentlich?“. Bewegung hat für mich bei der Beantwortung dieser Frage einen besonders großen Wert, da sie mir sowohl psychisch als auch physisch gut tut. Somit mache ich neben Spaziergängen oder Wanderungen auch Sport. Aufgrund meiner Knieverletzung und meines neuen Wohnortes habe ich das Schwimmen für mich neu entdeckt und gehe circa einmal die Woche ein klein wenig laufen und mache im Anschluss Kräftigungsübungen. Früher war ich täglich im Stall oder inlinern.
Für schlechtes Wetter und unmotiviertere Tage habe ich noch viele viele Bücher Zuhause – und zwei mit -, welche gelesen werden wollen sowie Sudokus, Nonogramme oder andere Rätsel.

Habt ihr schon mal in euch gehört und eventuell sogar für euch selbst gesorgt?
Wenn ja, was braucht ihr bzw. was tut euch gut? Berichtet doch mal! Ich würde mich freuen einen Einblick in euer Leben zu erhalten.
Wenn nein, probiert es doch mal aus! Hocht in euch rein, was ihr braucht und worauf ihr Lust habt. Vielleicht ist es ja auch mal an der Zeit etwas neues auszuprobieren, um eventuell neue Wege der Selbstfürsorge zu finden?

Dickdarmlos

Autor*in: Dickdarmlos

Die Verdauungsorgane, insbesondere der Darm, sind für viele ein absolutes Tabuthema. Es ist ekelig, man möchte nicht darüber sprechen und erst recht nichts darüber hören. Doch was ist, wenn du mit einem Gendefekt auf die Welt kommst und dein Darm früher oder später in den Mittelpunkt deines Lebens rückt? Ich habe FAP, sodass mein Darmkrebsrisiko bei beinahe 100% liegt. Mein Dickdarm war 2013 von Polypen übersät, sodass er entfernt wurde, ich vorübergehend ein Stoma (künstlichen Darmausgang) hatte und seit 2014 mit J-Pouch lebe.

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